Blog post

Rapunzels Kuss – Lilly-Grace Turner

Hallo!

Heute habe ich endlich mal wieder eine Rezension für euch, und zwar zu dem Buch „Rapunzels Kuss“. Vielen Dank an das Team von „Mainwunder“ und an die Autorin für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

Titel: Rapunzels Kuss

Autorin: Lilly-Grace Turner

Erschienen: 23.05.2018

Preis: 8,90

Seiten: 182

Seit ihrer ersten Begegnung sind Jahre vergangen. Als sich ihre Wege erneut kreuzen, ist aus Maximilian ein stattlicher junger Mann geworden, der Dianas Herz im Sturm erobert. Doch sie hütet ein dunkles Geheimnis, das es ihr unmöglich macht, sich auf ihn einzulassen …

Eigentlich bin ich überhaupt kein Fan von Erotikromanen, aber der Klappentext des Buches hat mich dieses wirklich neugierig gemacht, da es sich um einen Fantasyroman handelt und kein new adult Roman  war. Die Idee hinter der Geschichte fand ich wirklich gut und die Abwandlung ist der Autorin auch sehr gut gelungen. Der Inhalt selbst hat wenig mit dem ursprünglichen Märchen zu tun, wirkte aber trotzdem noch ein kleines bisschen wie eine sehr starke Abwandlung. Die Charaktere fand ich weitgehend überzeugend, auch wenn man zu Diana keine besonders starke Verbindung aufgebaut hat – das hat es in dieser Geschichte aber auch gar nicht richtig gebraucht. Das einzige was mich ein wenig gestört hat war, dass man bei Gothel nie so richtig wusste ob diese nun gut oder böse war. Die Handlung ging ziemlich schnell vorran, allerdings hat das Buch ja auch nur 182 Seiten, es gab daher auch keine unnötigen Szenen oder lange innere Monologe. Die Geschichte hat ziemlich viel Inhalt und einen kleinen Plottwist am Ende, was mir gut gefallen hat. Mehr hat die Geschichte auch meiner Meinung nach nicht gebraucht, da das Buch ja wie schon erwähnt nicht so viele Seiten hat. Die Auflösung war ziemlich logisch, das Ende hingegen fand ich ein bisschen zu schnell und unklar. Der Leser versteht zwar was gemeint ist, aber eine richtige Erklärung (z.B. durch eine Figur, die den Grund für das Ende erklärt) bleibt aus. Auch die Emotionen am Schluss waren doch sehr verhalten, was eigentlich nicht zu den Geschehnissen gepasst hat. Auch wenn die Liebe zwischen Maximilian und Diana selbstverständlich im Vordergrund steht fand ich nicht, dass die anderen Charaktere deshalb vernachlässigt werden dürfen. Der Schreibstil der Autorin war sehr flüssig und das Buch ließ sich gut lesen (ich habe es übrigens in einem Rutsch durchgelesen), die Handlung wird allerdings nicht aus der Ich-Perspektive erzählt. was mir persönlich nicht so zusagt. Das ist aber mein persönlicher Geschmack und ist natürlich bei jedem anders. Die Reaktionen der Figuren waren weitgehend (bis auf das Ende eben) überzeugend und realistisch dargestellt. Der Erotikteil der Geschichte war mir ein bisschen too much und er war, wie ich fand, ein bisschen zu vulgär für eine Märchengeschichte. Besonders an der ersten Stelle fand ich die Handlung ein wenig niveaulos und wenig feinfühlig – sie ließ mich eher ein wenig schockiert zurück und ich konnte weder die Reaktion der Mutter, noch die Reaktion von Diana wirklich verstehen. Danach fand ich die Umsetzung ein wenig besser, auch wenn mir diese Teile trotzdem ein wenig plump vorkamen.

Alles in allem war das Buch mal eine ganz neue Märcheninterpretation mit ein paar kleinen Schwächen, trotzdem fand ich es ganz gut. Insgesamt vergebe ich daher 3 von 5 Schleifen.

 

Previous Post

Next Post

Leave a comment

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Follow

Get the latest posts delivered to your mailbox:

%d Bloggern gefällt das: