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Serienreview- Tote Mädchen lügen nicht

Bildquelle: https://cgfewston.me/2017/12/13/13-reasons-why-2007-by-jay-asher-the-power-of-words/

Hey!

Ja, auch wenn ich selbst überrascht bin – ich habe mich endlich auch dazu durchgerungen „tote Mädchen lügen nicht“ zu schauen. Nachdem ich vor drei Jahren das Buch gelesen hatte wollte ich die Netflix-Serie gleich schauen, habe es dann aber doch abgebrochen und seitdem nicht wieder aufgegriffen. Jetzt wollte ich sie aber dann doch schauen, vor allem weil sie ja auch nur 13 Episoden hat und daher relativ kurz ist. Ich habe bisher übrigens auch nur Staffel 1 geschaut. Wenn ihr euch also nicht sicher seit, ob ihr die Serie schauen wollt oder nicht, kommt hier meine persönliche Meinung dazu.

Ausstrahlung: 2017-2020
Episodenlänge: ca. 50 min
Genre: Drama
Staffeln: 4

Als Clay Jensen aus der Schule nach Hause kommt, findet er ein Päckchen mit Kassetten vor. Er legt die erste in einen alten Kassettenrekorder, drückt auf »Play« – und hört die Stimme von Hannah Baker. Hannah, seine ehemalige Mitschülerin. Hannah, für die er heimlich schwärmte. Hannah, die sich vor zwei Wochen umgebracht hat. Mit ihrer Stimme im Ohr wandert Clay durch die Nacht, und was er hört, lässt ihm den Atem stocken. Dreizehn Gründe sind es, die zu ihrem Selbstmord geführt haben, dreizehn Personen, die daran ihren Anteil haben. Clay ist einer davon …

Okay, also zunächst mal noch eine kurze Anmerkung – ich weiß nur noch sehr wenig über das Buch, deshalb werde ich keine großen Vergleiche ziehen sondern nur auf die Serie selbst eingehen. Clay, der Protagonist der Serie neben Hannah, ist mir nicht besonders sympathisch gewesen, zumindest von seiner Art her wie er gegenüber anderen Menschen handelt, egal ob das jetzt seine Mitschüler oder seine eigene Familie ist. Generell mochte ich die Charaktere der Serie nicht so wirklich, was aber meiner Meinung nach eigentlich auch gar nicht notwendig war, weil diese fehlende Sympathie gegenüber den Charakteren auch in gewisser Weise notwendig ist um sich in Hannah reinversetzen zu können und ich finde man sollte die Figuren auch einfach teilweise wirklich nicht mögen. Daher denke ich auch, dass die Produzenten das mit Absicht gemacht haben. Ich persönlich finde, dass die Serie sehr wichtige Punkte anspricht, über die man durchaus mal nachdenken sollte. Hannah wird von allen zum Beispiel als Dramaqueen dargestellt, aber in Wirklichkeit passiert ihr eben auch schreckliches. Die Serie spricht wirklich fast alle schlimmen Dinge an, die einem Teenager (oder eigentlich auch jedem) passieren können. Egal ob es um Mobbing, stalking, Vergewaltigung oder ähnliches geht. Besonders den 12. und 13. Grund (ich werde natürlich nicht spoilern) fand ich wirklich schlimm und alleine die Tatsache, dass so etwas ja auch in Wirklichkeit passiert finde ich einfach schrecklich. Die Serie ist definitiv nichts für schwache Nerven und wenn man etwas sensibler ist was solche schwierigen Themen angeht, würde ich nicht unbedingt empfehlen die Serie zu schauen. Außerdem werden auffällig oft Schimpfwörter wie ‚f*ck*‘ oder ähnliches verwendet, was ich wirklich irgendwann genervt hat weil es viel zu oft benutzt wurde, auch teilweise von den Erwachsenen. Die Serie war aber insgesamt wirklich spannend und man wollte die ganze Zeit wissen wie es weiter geht. Was auch besonders war ist, dass die Geschichte sowohl in der Gegenwart als auch in der Vergangenheit spielt und immer wieder hin und her gesprungen wird. Manchmal war es ein bisschen verwirrend, ob man nun gerade in der Vergangenheit ist oder doch in der Gegenwart, aber die Produzenten haben das eigentlich ganz intelligent gelöst, indem sie dem Gegenwarts-Clay eine Platzwunde gegeben haben, die er auch durchgängig hatte, d.h. ich habe mich dann einfach daran orientiert. Außerdem erzählt Hannah die Geschichten, als ob man selbst die Tapes mithört. Das fand ich eigentlich ganz gut gelöst. Auch Mr. & Mrs. Baker werden in die Handlung miteingebunden, was ich eigentlich ganz gut gelungen fand, vor allem weil sie im Buch nicht so viel Beachtung gefunden haben, zumindest soweit ich mich erinnern kann.

Okay, kommen wir nun zu meinem zusammenfassenden Fazit: Insgesamt fand ich die Serie auf jeden Fall sehenswert, auch wenn sie von Schrecklichem erzählt. Ich finde es wichtig, dass solche Themen angesprochen werden und fand es daher gut, dass sie durch die Serie Beachtung gefunden haben. Die Serie wird ja oft kritisiert und ich kann teilweise auch gut nachvollziehen warum. Wenn man eher sensibel ist was solche Themen angeht sollte man „tote Mädchen lügen nicht“ nicht schauen, aber diese Warnungen werden auch im Vor-und Abspann gegeben. Wenn ich die Serie bewerten müsste würde ich ihr 3 von 5 Sternen geben, weil mir manche Dinge in der Umsetzung einfach nicht so gut gefallen haben. Ich werde mir die 2. Staffel noch anschauen, weiß aber nicht ob ich danach noch weiterschaue.

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